Dresdner Partnerstädte stellen sich vor

Städtepartnerschaften haben eine lange und gute Tradition. Sie sind eine wichtige Grundlage dafür, andere Länder und Völker kennenzulernen, Vorurteile abzubauen und Freundschaften zu schließen. Dresden hat insgesamt 13 Partnerstädte in Europa, Afrika, Amerika und in Asien, wobei jede dieser Partnerschaften ihre eigene Geschichte und Bedeutung hat.
In unserer Vortragsreihe stellen wir Ihnen jedes Semester eine Dresdner Partnerstadt vor.

Die glanzvolle Kunst- und Kulturmetropole Florenz

Angelika Stepken, Leiterin der renommierten Florentiner Villa Romana am 19.05.2017

Florenz, die Hauptstadt der Toskana, und Dresden haben zahlreiche Anknüpfungspunkte und pflegen seit 1978 eine Städtepartnerschaft. Nicht zuletzt war Florenz aufgrund seiner einzigartigen Kunstschätze Namensgeber für das sächsische Elbflorenz. Im Rahmen dieses Vortrags stellt Angelika Stepken, die Leiterin der renommierten Florentiner Villa Romana, das faszinierende Florenz vor. Dabei werden folgende Fragen beantwortet: Welche Bedeutung haben Kunst und Kultur heute für das Selbstverständnis der Florentiner? Wie hat sich die Sicht der Italiener auf Deutschland entwickelt? Und natürlich: Wie blickt man in Florenz auf das sächsische Elbflorenz? 

 

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Dresden.


Leitbilder: USA vs. Germany

Dr. Andrew Spencer, Department of German Languages and Literature, Ohio State University am 14.06.2016

Seit 1998 betreut Dr. Spencer Gruppen von amerikanischen Studenten der Ohio State University in Columbus, Ohio, die an einem zweimonatigen Sommerkurs in Dresden teilnehmen. Im Laufe dieser Zeit hat sich vieles sowohl in Columbus und Dresden als auch in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern verändert. Wie hat sich die Sicht der Amerikaner auf Deutschland entwickelt und wie kann eine Städtepartnerschaft dazu beitragen, die Bevölkerungen der beiden Städte näherzubringen, auch wenn die Politiker nicht gerade einer Meinung sind? Diese und weitere Fragen werden Gegenstand des Vortrags sein.

 

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Dresden.


Warum Wroclaw nicht Breslau ist

Prof. Dr. habil. Krzysztof Ruchniewicz, Historiker und Direktor des Willy-Brandt-Zentrums an der Universität Breslau am 17.11.2015

Breslau, nun Wroclaw, musste sich nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges neu erfinden: Durch Flucht, Vertreibung, Umsiedlung und Neuansiedlung konnte sich die Bevölkerung weder mit der Stadt, noch mit deren Tradition und Geschichte identifizieren. „Die Dresdner  bauten nach 1945 ihre eigene Stadt wieder auf, die Menschen in Wroclaw eine, die ihnen zutiefst fremd war“, so Krzysztof Ruchniewicz. Seit der Wende wird die deutsche Geschichte der Stadt aber neu entdeckt und von vielen als Bereicherung empfunden. Diese Ambivalenz – Breslau Wroclaw – ist Gegenstand dieses Vortrags, der auch zum gemeinsamen Austausch einlädt. 

 

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Dresden.


Das Straßburger Münster, 1000 Jahre Bau- und Restaurierungsgeschichte

Dr. Sabine Bengel, Kunsthistorikerin und Leiterin des Bauhüttenarchivs am 21.05.2015

Das Straßburger Münster ist ein Gebäude der Superlative. Der heutige Bau wurde auf den Fundamenten des romanischen Vorgängerbaus errichtet, der mit seinen über 100 Metern Länge zu den größten Bauwerken der Zeit gehörte. Das Münster zeigt den Übergang vom romanischen zum gotischen Stil. Die Vollendung des Turmes im Jahr 1439 machte es zum höchsten Bau der Christenheit bis zum 19. Jahrhundert. Die Straßburger Münsterbauhütte nahm seit ihrer Gründung im 13. Jahrhundert die zum Bau nötigen Gelder ein und organisierte den Baubetrieb. Seit der Vollendung des Münsters ist die Bauhütte für die Instandhaltung und einen großen Teil der Steinsanierung zuständig. Im Jahr 2015 gedenkt die Stadt Straßburg der Grundsteinlegung ihres Münsters im Jahr 1015.

 

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Kreuzkirche, der Stiftung Frauenkirche, dem Institut français, der Stadt Straßburg und der Landeshauptstadt Dresden.


Die Großwetterlage in China – Betrachtungen am Beispiel von Hangzhou

Prof. h. c. Dr. Beng-Yin Zhu, Vorsitzender des Deutsch-Chinesischen Zentrum Leipzig e. V. am 03.11.2014

Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Großwetterlage in China und insbesondere die Situation in Dresdens Partnerstadt Hangzhou im Jahr 2014. Dabei betrachten wir nicht nur Themen wie Klima- und Umweltschutz, sondern auch die wirtschaftliche und politische Situation am Beispiel der 8-Millionen-Stadt im Südosten Chinas.

 

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Dresden und dem Verein Chinesischer Pavillon zu Dresden e.V.


Die HafenCity Hamburg

Prof. Jörn Walter, Oberbaudirektor der Freien und Hansestadt Hamburg am 12.05.2014

Die HafenCity Hamburg ist das größte innerstädtische Stadtentwicklungsprojekt Europas. In zentraler Lage wächst eine lebendige Stadt mit maritimem Flair, die durch  ein hohes Maß an Nutzungsmischung gekennzeichnet ist und sich damit von anderen großen Stadtentwicklungsvorhaben abhebt. 2025 soll das oft durchaus kontrovers diskutierte Projekt HafenCity abgeschlossen sein.

 

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Dresden.