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Höhepunkte gotischer Architektur in Nordfrankreich Architektur des Lichts - Baukunst im Spannungsfeld zwischen Himmelstadt und Erinnerungsort (18H2102)

Höhepunkte gotischer Architektur in Nordfrankreich Architektur des Lichts - Baukunst im Spannungsfeld zwischen Himmelstadt und Erinnerungsort (18H2102)

Beginn Fr., 18.01.2019, 18:00 - 19:30 Uhr
Kursgebühr 6,00 € 6,00 €

Vortrag
Die Baukunst der Gotik fasziniert den Betrachter. Wahrscheinlich liegt das daran, dass in diesem Baustil das Künstlerische am Folgerichtigsten an die Konstruktion gebunden und in dieser begründet ist. Menschen - die in kleinen Häusern lebten und die Großräume, die für uns heute in der Architektur selbstverständlich sind, gar nicht kannten - erdachten vor mehr als 800 Jahren Raumhüllen von gewaltigen Ausmaßen, die sie kunstvoll gliederten und reich ausschmückten. Das Ziel war, den Gläubigen ein Abbild des Himmels vor Augen zu stellen, das Haus Gottes, den sie damit zugleich ehren wollten.
Im Vortrag werden künstlerische und konstruktive Grundlagen und die Ziele der Studienreise (Ankündigung für 23.-30.4.2019) vorgestellt. Diese folgt den Spuren der Entwicklung der gotischen Kathedrale: St.Remi in Reims bietet trotz der gotischen Um- und Anbauten heute die anschaulichste Vertretung französischer Baukunst vom Anfang des 11.Jh. und mit der Abteikirche St.Denis (um 1140) und Notre Dame in Laon (um 1160) tasten wir uns von den Anfängen gotischen Bauens über Chartres (1194), Metz sowie Notre Dame in Reims, Amiens und Paris zu den Höhepunkten vor. Wichtige Stationen zwischendurch sind Beauvais und Rouen - die eine zeigte den Bauleuten und ihren Auftraggebern deutlich die Grenzen kühnfliegender Ideen auf, die andere die normannischen Einflüsse auf das gotische Bauen und mündet in die Spätgotik ein.
Aber ein weiterer Handlungsstrang soll uns noch interessieren: der künstlerische Weg des uns heute nur mit seinem Notnamen bekannten Naumburger Meisters, der sich von Frankreich aus bis zum Dom in Meißen verfolgen lässt. Seinen Spuren folgend verstehen wir die baukünstlerischen Formulierungen im Naumburger Westchor und in der Meißner Kathedrale viel besser und entdecken, auf welcher technischen Grundlage die meisterlichen Baukonstruktionen der Saalchöre entstanden sind, die in der Chorscheitelkapelle von Amiens und der Saint-Chapelle in Paris ihre Vorbilder haben. Bei unserer Rundreise begegnen wir dem jungen Naumburger Meister in Reims am "Steinernen Herbarium" und in zwei weiteren, bis heute von der Kunstwissenschaft stets nur am Rande behandelten Orten wieder: in den Kathedralen von Noyon und in Metz. In Noyon handelt es sich um eine Konsolskulptur eines Portals, welches die Jahrhunderte nur deswegen unversehrt überdauert hat, weil es bereits vor der französischen Revolution zugemauert worden war. In Metz zeigt das Apostelrelief eines früher schon ausgebauten Tympanons einige der Merkmale seiner Handschrift. Wir werden uns vor Ort mit der spannenden Geschichte der Portale und deren skulpturalen Schmuck vertraut machen.

Vortrag
Die Baukunst der Gotik fasziniert den Betrachter. Wahrscheinlich liegt das daran, dass in diesem Baustil das Künstlerische am Folgerichtigsten an die Konstruktion gebunden und in dieser begründet ist. Menschen - die in kleinen Häusern lebten und die Großräume, die für uns heute in der Architektur selbstverständlich sind, gar nicht kannten - erdachten vor mehr als 800 Jahren Raumhüllen von gewaltigen Ausmaßen, die sie kunstvoll gliederten und reich ausschmückten. Das Ziel war, den Gläubigen ein Abbild des Himmels vor Augen zu stellen, das Haus Gottes, den sie damit zugleich ehren wollten.
Im Vortrag werden künstlerische und konstruktive Grundlagen und die Ziele der Studienreise (Ankündigung für 23.-30.4.2019) vorgestellt. Diese folgt den Spuren der Entwicklung der gotischen Kathedrale: St.Remi in Reims bietet trotz der gotischen Um- und Anbauten heute die anschaulichste Vertretung französischer Baukunst vom Anfang des 11.Jh. und mit der Abteikirche St.Denis (um 1140) und Notre Dame in Laon (um 1160) tasten wir uns von den Anfängen gotischen Bauens über Chartres (1194), Metz sowie Notre Dame in Reims, Amiens und Paris zu den Höhepunkten vor. Wichtige Stationen zwischendurch sind Beauvais und Rouen - die eine zeigte den Bauleuten und ihren Auftraggebern deutlich die Grenzen kühnfliegender Ideen auf, die andere die normannischen Einflüsse auf das gotische Bauen und mündet in die Spätgotik ein.
Aber ein weiterer Handlungsstrang soll uns noch interessieren: der künstlerische Weg des uns heute nur mit seinem Notnamen bekannten Naumburger Meisters, der sich von Frankreich aus bis zum Dom in Meißen verfolgen lässt. Seinen Spuren folgend verstehen wir die baukünstlerischen Formulierungen im Naumburger Westchor und in der Meißner Kathedrale viel besser und entdecken, auf welcher technischen Grundlage die meisterlichen Baukonstruktionen der Saalchöre entstanden sind, die in der Chorscheitelkapelle von Amiens und der Saint-Chapelle in Paris ihre Vorbilder haben. Bei unserer Rundreise begegnen wir dem jungen Naumburger Meister in Reims am "Steinernen Herbarium" und in zwei weiteren, bis heute von der Kunstwissenschaft stets nur am Rande behandelten Orten wieder: in den Kathedralen von Noyon und in Metz. In Noyon handelt es sich um eine Konsolskulptur eines Portals, welches die Jahrhunderte nur deswegen unversehrt überdauert hat, weil es bereits vor der französischen Revolution zugemauert worden war. In Metz zeigt das Apostelrelief eines früher schon ausgebauten Tympanons einige der Merkmale seiner Handschrift. Wir werden uns vor Ort mit der spannenden Geschichte der Portale und deren skulpturalen Schmuck vertraut machen.

Bemerkungen

Bus-Studienreise 23.-30.4.2019 (Ankündigung) Bus-Studienreise 23.-30.4.2019 (Ankündigung)

Dauer

1 Veranst., 1 Veranst., 2 UE

Kursleitung

Günter Donath

Freie Plätze vorhanden, Online-Buchung möglich


Kursort

B2.12 Bibliothek

Annenstraße 10
01067 Dresden

Termine

Datum
18.01.2019
Uhrzeit
18:00 - 19:30 Uhr
Ort
B2.12 Bibliothek
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