Exzellent. Dresden forscht

Dresden ist mit der TU Dresden als Exzellenz-Universität, aber auch mit seinen zahlreichen Forschungseinrichtungen und weiteren Hochschulen, eine Stadt der Wissenschaften. Woran wird in Dresdner Forschungseinrichtungen gearbeitet? Welche Erkenntnisse, Chancen und Gefahren gehen damit jeweils einher?
Die Vortragsreihe „Exzellent. Dresden forscht“ bietet interessante Ein- und Ausblicke in die Spitzenforschung und gibt Anregungen zur Diskussion.

Perspektiven der Genom-Chirurgie

Prof. Dr. Frank Buchholz am 15.11.2018

Das wissenschaftliche Team um Prof. Buchholz erforscht seit Jahren erfolgreich therapeutische Anwendungsmöglichkeiten im Bereich des Genom Editings. So ist es dem Team gelungen, ein Enzym zu entwickeln, die sogenannte sequenz-spezifische Rekombinase, welches fehlerhafte Abschnitte im Genom schneiden und krankheitsrelevante Erbgut-Abschnitte präzise und sicher entfernen bzw. reparieren kann. Darüber hinaus hat das Forschungsteam einen Weg gefunden, die derzeit weitläufig diskutierte CRISPR/Cas9 Technologie zur Diagnose und Inaktivierung von Krebsmutationen heranzuziehen. Insbesondere für die Entwicklung neuer Therapieansätze bei genetisch bedingten Erkrankungen sind diese Technologien prädestiniert, die Medizin zu revolutionieren. 

Herr Prof. Buchholz wird im Rahmen dieses Vortrages die in seinem Labor entwickelten Forschungsansätze zusammenfassend erläutern und deren Anwendungsmöglichkeiten vorstellen. 

 

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der TU Dresden.


Das soziale Gehirn – Wie wir Emotionen anderer verstehen

Prof. Dr. Philipp Kanske am 12. 06.2018

Um in einer Gruppe mit anderen Menschen interagieren zu können, ist es notwendig, die Emotionen und Gedanken unserer Mitmenschen zu verstehen. Wie macht das Gehirn das? Der Vortrag geht dieser Frage nach und gibt einen Einblick in aktuelle neuropsychologische Forschungsarbeiten zu Empathie und Perspektivenübernahme, deren Beeinträchtigungen bei psychischen Störungen und Veränderbarkeit durch mentale Trainings. Zudem bietet sich Gelegenheit, hierzu mit dem Referenten ins Gespräch zu kommen. 

 

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der TU Dresden.


Hate Speech und Meinungsfreiheit

Prof. Dr. Joachim Scharloth am 20.09.2017

Vor allem bei Meinungsäußerungen und Kommentaren im Internet hat man das Gefühl der sprachlichen Verrohung und zügellosen Enthemmung. Viele Zeitungen haben bereits deswegen ihre Kommentarfunktionen im Internet abgeschaltet. Doch wann beginnt Hate Speech (Hassrede) und wo endet die Meinungsfreiheit? Ist die sprachliche Verrohung nur ein digitales Phänomen? Welche Rolle spielt Hate Speech im politischen Diskurs und wie begegnet man dem wirkungsvoll?

Im Rahmen des Vortrags wird versucht, Antworten auf diese Fragen zu geben und somit auch einen Einblick in das Forschungsfeld der Angewandten Linguistik zu gewähren.

 

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der TU Dresden.


Der faszinierende Baustoff Carbonbeton

Prof. Dr.-Ing. Manfred Curbach, Institut für Massivbau, TU Dresden am 23.05.2017

Carbonbeton ist ein relativ junger Verbundwerkstoff, bei dem der Beton nicht mit Stahl, sondern mit Carbon bewehrt wird. Durch die Korrosionsbeständigkeit von Carbon wird weniger Betonummantelung benötigt, sodass wesentlich filigranere und doch sehr tragfähige Strukturen gebaut werden können. 2016 wurde dieses wegweisende Konzept aus Dresden mit dem renommierten deutschen Forschungspreis ausgezeichnet. Der Vortrag gibt einen Einblick in die Welt des Carbonbetons und damit in die Zukunft des Bauens, angefangen von der Herstellung über Laboruntersuchungen bis hin zu Beispielen aus der realen Baupraxis.

 

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der TU Dresden.


Leichtbau – bewegt in die Zukunft

Prof. Dr.-Ing. habil. Maik Gude, Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) TU Dresden, am 09.02.2017

Die Leichtbauweise ist eine Konstruktionsphilosophie, die maximale Gewichtseinsparung zum Ziel hat. Dadurch sollen Rohstoffe, Kosten und Energie eingespart werden. Besonders beim Fahrzeugbau und insbesondere im Hinblick auf Elektromobilität ist Leichtbau bedeutend. Die Forschung nach geeigneten Werkstoffen und Konstruktionsweisen trägt beispielsweise auch zum Zielvorhaben der Bundesregierung bei, Deutschland bis zum Jahr 2020 als Leitmarkt für Elektrofahrzeuge und Hauptakteur auf dem Markt für nachhaltige Elektromobilität zu etablieren. Professor Maik Gude vom Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden gibt im Rahmen dieser Veranstaltung einen anschaulichen Einblick in aktuelle Entwicklungen von Leichtbauanwendungen und -lösungen.

 

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der TU Dresden.


Manukahonig, ein natürliches Antibiotikum? Struktur, Wirkung, Dichtung und Wahrheit

Prof. Dr. rer. nat. Dr.-Ing. Thomas Henle, Professur für Lebensmittelchemie am 19.04.2016

Die antibakterielle Wirkung von Honig ist seit dem Altertum bekannt. Eine besonders große Heilkraft wird dem aus Neuseeland stammenden Honig des Manukabaumes zugeschrieben. Das Zuckerabbauprodukt Methylglyoxal ist im Manukahonig wesentlich höher konzentriert als in herkömmlichen Honigsorten und macht ihn angeblich zum Wundermittel gegen Entzündungen, Infektionen und Erkältungskrankheiten. Ob und inwiefern der Manukahonig dieses Wundermittel tatsächlich ist und auch als natürliches Antibiotikum genutzt werden kann, soll Gegenstand des Vortrages sein.

 

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der TU Dresden.


Umformtechnik, Leichtbau und Industrie 4.0 – Widerspruch oder gegenseitige Ergänzung?

Prof. Dr.-Ing. Alexander Brosius, Institut für Fertigungstechnik am 12.11.2015

Wenn heutzutage über die Fertigungstechnik – und damit auch über die Umformtechnik – berichtet wird, fallen häufig die Stichworte „Industrie 4.0“, „Internet der Dinge“ und „big data“. Dies wird oftmals mit neuen Technologien der Kommunikation und des Datenmanagements in Verbindung gebracht, was allerdings nur einem Teilaspekt der gesamten Entwicklung entspricht. Der Vortrag wird daher den Blick auf die Fertigungstechnologie lenken. Einige ausgewählte moderne, umformtechnische Fertigungsverfahren werden dazu vorgestellt, die für die Herstellung uns selbstverständlich gewordener Gebrauchsgüter eingesetzt werden. Der Aspekt der 4. industriellen Revolution, wie die Industrie 4.0 auch gern bezeichnet wird, ist dabei stets im Fokus, sodass eine Diskussionsgrundlage über die Umformtechnik sowie die zukünftige Gestaltung der Fertigungstechnik gelegt wird.

 

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der TU Dresden.


Wie funktionieren und wie wirken Meinungsumfragen?

Prof. Dr. Wolfgang Donsbach, Institut für Kommunikationswissenschaft am 14.04.2015

Nicht nur vor Wahlen, aber dann ganz besonders, berichten Medien über die Ergebnisse von repräsentativen Meinungsumfragen. Kann das überhaupt funktionieren, dass man 1000 oder 2000 Menschen befragt und über die gesamte Bevölkerung eine Aussage macht – zum Beispiel, welche Partei sie wählen wollen? Und haben diese Zahlen am Ende einen Einfluss auf den Wahlausgang? Oder machen sie die Politiker immer populistischer, weil es nun einfacher denn je ist, sein Fähnchen nach dem Wind der öffentlichen Meinung auszurichten? Sollte man sie am Ende verbieten, zumindest vor Wahlen?
Prof. Donsbach, Herausgeber eines internationalen Handbuchs für Meinungsforschung und ausgezeichnet mit dem Dinerman Award für herausragende Leistungen auf diesem Gebiet wird diese Fragen nach dem neuesten Stand der Wissenschaft beantworten.

 

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der TU Dresden.


Biomolekulare Motoren auf dem Nano-Highway

Prof. Dr. Stefan Diez, Professur für BioNanoWerkzeuge, B CUBE – Center for Molecular Bioengineering, TU Dresden Am  26.01.2015

Biomolekulare Motoren sind die Arbeitstiere in unseren Zellen. Mittlerweile arbeiten Forscher intensiv daran, solche hocheffektiven Mini-Maschinen auch außerhalb unseres Körpers zum Einsatz zu bringen. Der Vortrag will diese Forschungsansätze in anschaulicher Art und Weise präsentieren.

 

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der TU Dresden.


Kann man sein Gehirn trainieren?

Prof. Dr. Gerd Kempermann, Center for Regenerative Therapies Dresden (CRTD) am 06.05.2014

Hirnjogging ist in aller Munde und viele Menschen geben viel Geld für Bücher und Kurse aus, um etwas für ihr Gehirn zu tun. Sie erhoffen sich, größere Leistungsfähigkeit und eine bessere Gesundheit. Aber funktioniert Hirnjogging? Kann man sich mit Training vor Demenz schützen? Die Wissenschaft hat in dieser Frage große Fortschritte gemacht und einige verblüffende Erkenntnisse hervorgebracht. Aktivität lohnt sich wirklich. An diesem Abend geht es um die Frage, warum das eigentlich so ist.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der TU Dresden.