Brückenbauer Integration

Ein Projekt der Volkshochschule Dresden e.V. und dem Caritasverband für Dresden e.V.

Die noch immer gegenwärtigen Risse in der Dresdner Stadtgesellschaft lassen sich nur durch aktive Teilhabe der Bürger und einen bewussten Dialog kitten. Diesen zu moderieren sowie Begegnungen zwischen Dresdnern und Geflüchteten zu organisieren, dafür qualifiziert die Volkshochschule in Kooperation mit der Caritas engagierte Bürgerinnen und Bürger. Ein Schwerpunkt des Projektes liegt in Prohlis, auch wenn Begegnung und Dialog nach wie vor in ganz Dresden nötig sind.

Die Organisation und Moderation sogenannter Länderabende ist eine zentrale Aufgabe der „Brückenbauer Integration“. Eingeladen sind Nachbarn und interessierte Dresdner. Gäste solcher Begegnungsveranstaltungen sind Geflüchtete, die in Dresden ein neues Zuhause gefunden haben, aber trotzdem gern aus der alten Heimat erzählen oder einfach mit Einheimischen ins Gespräch kommen wollen. Es geht um Dialog und ein entspanntes Miteinander, im besten Fall werden Vorurteile abgebaut und neue Freundschaften geschlossen, die als Brücke zur Integration dienen.

Aktuell sind folgende zwei Begegnungsveranstaltungen geplant.

Am 11. Dezember wird es einen Ländernachmittag mit Deutschlernern der VHS in der Schule an der Boxberger Straße geben.

Am 14. Dezember findet im Rahmen des Laubegaster Advents ein Länderabend im Kinder- und Jugendhaus Chilli statt mit Gästen aus Syrien, Afghanistan und anderen Ländern.

Außerdem finden am 14. Dezember und 18. Januar im Café Halva noch zwei Ländernachmittage zu Afghanistan statt.

Wie spannend Interkulturalität ist, können Interessierte am 13. Dezember in der Volkshochschule Dresden erleben. Dort steht ein interkulturelles Weihnachtsfest auf dem Programm. Denn wie kein anderer Festtag wird Weihnachten in ganz vielen Ländern der Erde gefeiert. Welche Traditionen bringen Menschen mit, die aus der Fremde nach Dresden kommen? Was steht in Syrien auf einem Festmenü? Bei dieser interkulturellen Weihnachtsfeier erzählen Menschen aus verschiedenen Ländern von ihren Traditionen, es gibt Musik, Tanz, kulinarische Köstlichkeiten und jede Menge Zeit für interessante Gespräche.

Die Anzahl der fortgebildeten Dresdner Brückenbauer, hat sich mittlerweile deutlich erhöht. Im Rahmen eines Kompetenztages am 16. September wurden an der VHS eine Reihe themenspezifischer Seminare für Interessierte angeboten. Die Teilnehmer konnten wählen zwischen Kursen zur kulturellen und religiösen Vielfalt im Alltag muslimischer Länder, zu Konfliktlösung im interkulturellen Miteinander sowie zum professionellen Moderieren. Außerdem gab es Informationen zum Thema Asyl in Deutschland, zur Psychologie des WIR-Gefühls und ein Argumentationstraining gegen rassistische Anfeindungen. Link zum Flyer wenn möglich (Brückenbauer)

Zwischen den Seminarblöcken war Gelegenheit zum Austausch und Netzwerken. Mit einem Länderabend der besonderen Art klang der Kompetenztag, der im Rahmen der Interkulturellen Tage in Dresden stattfand, aus. Reingard Al-Hassan, heute Leiterin der Hochschulbibliothek in Zwickau, erzählte aus ihrer Zeit in Syrien, wo sie in den 1980er Jahren mit ihrer Familie lebte und bis 2011 immer wieder zu Besuch war. In ihrem Vortrag zeigte Al-Hassan private Fotoaufnahmen ihrer Reisen durch Syrien und berichtete über Kultur und Gesellschaft des Landes.

Zum Auftakt des Kooperationsprojektes „Brückenbauer Integration“ fand am 14. Juni eine Art Länderabend auf der Terrasse der Volkshochschule statt. Bei syrischem Pistazieneis, Melodien der Oud, exotischen Häppchen und Fotos vom Hindukusch wurde lebhaft diskutiert und mit Interesse geplaudert. Interessierte Einrichtungen waren zum Informationsaustausch eingeladen und schmiedeten Pläne für das Gelingen des Projektes.

Wer selbst gern „Brückenbauer Integration“ werden möchte oder sich über das Projekt im Detail informieren möchte, ist herzlich eingeladen, sich an die Projektleiterin zu wenden.