Chronik der Volkshochschule Dresden
| 21. Februar
1919 Gründung des städtischen "Vereins Volkshochschule" Dresden unter Geschäftsführer Prof. Karl Reuschel; die Geschäftsstelle befindet sich in der Breiten Straße 7/9 |
| Juli 1920 Die Geschäftsstelle bekommt vorübergehend im Neuen Rathaus unter |
| 5. März
1921 Prof. Karl Reuschel bittet um Rücktritt als Geschäftsführer der Volkshochschule; Dr. Fritz Kaphahn übernimmt das Amt; die Geschäftsstelle befindet sich in der 46. Volksschule Georgenplatz 5 I |
| 15. April
1923 Dr. Franz Mockrauer wird Geschäftsführer, nachdem Fritz Kaphahn als Leiter der Landesstelle für Volksbildung in das Sächsische Bildungsministerium wechselt; die Geschäftsstelle wird auf die Marienstraße 17 I verlegt |
| August
1923 Gründung des Vereins "Volkshochschule Sachsen" in Bautzen unter maßgeblicher Beteiligung und Leitung der Volkshochschule Dresden |
| Mai
1926 Die Volkshochschule Dresden übernimmt die Volkskunstschule Watin als eigenständige Abteilung; im Januar 1927 findet eine viel beachtete Ausstellung von Teilnehmerarbeiten in den Räumen der Künstlervereinigung Dresden statt |
| 16.
Oktober 1926 Eröffnung des Volkshochschulheims Schloss Sachsenburg unter Trägerschaft des Vereins "Volkshochschule Sachsen" |
| 1927 Gründung des "Reichsverbandes der Deutschen Volkshochschulen", innerhalb dessen Franz Mockrauer und Fritz Kaphahn aktiv mitwirken |
| Januar
1928 Die Volkshochschule für gymnastische Körperbildung gründet sich als städtischer Verein und eigenständige Abteilung der Volkshochschule Dresden |
| 9.
Dezember 1930 Eröffnung der Gymnastikhalle der Volkshochschule für gymnastische Körperbildung |
| 12.
Juni 1931 Missglückter Versuch von Anhängern der NSDAP und Deutschnationalen Volkspartei, auf der Jahreshauptversammlung des "Vereins Volkshochschule" die Leitung zu übernehmen |
| 17./18.
September 1932 Haus- und Straßensammlung für den Unterhalt der Volkshochschule |
| 24.
März 1933 Eröffnung des Konkursverfahrens über das Vermögen des "Vereins Volkshochschule" im Amtsgericht Dresden – damit schließt die Dresdner als letzte Volkshochschule demokratischer Tradition in Deutschland |
| Ende
Mai 1945 Um den Buchhändler Arthur Nestler versammelt sich eine Gruppe Dresdner, die eine demokratische Volkshochschule nach Weimarer Tradition neu gründen will; die Geschäftsstelle der "Dresdner Volkshochschule 1945" befindet sich in der Buchhandlung Bautzner Straße 27 |
| Anfang
August 1945 Das Plakat "Vorschau auf die Dresdner Volkshochschule" mit der Ankündigung erster Volkshochschulkurse hängt in der Stadt aus, muss jedoch auf Befehl der Sowjetischen Militäradministration abgenommen werden |
| 30.
Oktober 1945 Der Rat der Stadt beschließt die Gründung der Volkshochschule Dresden als städtische Einrichtung |
| Ende
Oktober 1945 Die Geschäftsstelle wird in das Schulamt Melanchthonstraße 9 verlegt |
| 11.
Dezember 1945 Der Rat der Stadt stimmt der Wahl Prof. Victor Klemperers als wissenschaftlicher Leiter der Volkshochschule Dresden zu |
| 23.
Januar 1946 Befehl Nr. 22 über die "Arbeit der höheren Volkshochschulen und Anordnung über die Eröffnung auf dem Gebiet der sowjetischen Besatzungszone in Deutschland (Volkshochschulen)" der SMA; die Verwaltung der Volkshochschulen im sowjetischen Sektor wir Schritt für Schritt zentralisiert |
| Februar
1946 Arthur Nestler und Max Kiessig gründen den Verein "Förderkreis der Dresdner Volkshochschule" vor allem zur materiellen Unterstützung der Einrichtung |
| 28.
April 1946 Eröffnung der neu gegründeten Volkshochschule Dresden; Prof. Victor Klemperer hält seine berühmt gewordene Antrittsrede |
| 2.
Oktober 1946 Prof. Victor Klemperer tritt als wissenschaftlicher Leiter zurück; Geschäftsführer Willy Grützner leitet dei Volkshochschule allein |
| 1.
August 1947 Nach dem Rücktritt Willy Grützners tritt Paul Gimmel als Geschäftsführer ein; der Posten des wissenschaftlichen Leiters ist noch immer unbesetzt |
| 28.
April 1948 Antrittsrede Otto Staffels, der zum Direktor der Einrichtung berufen wird |
|
1. Oktober 1949 Die Geschäftsstelle zieht von der Melanchthonstraße in das "Sparkassengebäude" am Güntzplatz um |
| Januar 1950 Beginn der Bauarbeiten am Haus Blochmannstraße 2 - 4, das Sitz der Volkshochschule werden soll, jedoch im Mai 1951 der Akademie für für Musik und Theater zugeschlagen wird |
| Herbst 1950 Die Volkshochschule wird "Generalunternehmen" für berufliche Aus- und Weiterbildung |
| 19. November 1950 Der "Förderkreis der Dresdner Volkshochschule" stellt die Erfüllung seiner Aufgaben fest und beschließt seine Auflösung zum Jahresende |
| Januar 1952 Die Volkshochschule verliert die Abendschule, die in Zuständigkeit der städtischen Schulamtes übergeht |
| Anfang 1952 Umzug der Geschäftsstelle der Volkshochschule Dresden auf die Loschwitzer Straße 7 |
| 9. Januar 1953 Die Volkshochschulen wechseln von der Zuständigkeit des Volksbildungs- in das des Kultusministeriums der DDR und sind ab jetzt für "kulturelle Massenbildung" zuständig |
| März 1955 Nach dem Tod Otto Staffels übernimmt Fred Weismüller die Leitung |
| Mitte 1956 Friedrich Brumm wird Direktor der Volkhochschule Dresden |
| Herbst
1956
Die Volkshochschulen kehrten zum Volksbildungsministerium der DDR zurück; die Volkshochschule Dresden wird "allgemein bildende Schule aller Werktätigen"; die städtische Abendschule kehrt an die Volkshochschule zurück |
| Herbst
1961
Der Bereich "Kunst und Kunsterziehung" der Volkshochschule geht an die Kulturakademie Dresden über |
| 1.
Januar
1963
Die kulturelle Bildung kehrt an die Volkshochschule zurück |
| Anfang
1963
Die Volkhochschule wird "koordinierte Institution der Erwachsenenqualifizierung", begleitet die Weiterbildungsangebote in der Stadt und fasst diese zusammen |
| 16. September 1970 "Beschluss über die Aus- und Weiterbildung der Werktätigen" der Volkskammer der DDR und Ausrichtung der Volkshochschule auf allgemein bildende Kurse neben den schulischen Abschlüssen |
| Ende 1970 Heinz Fleischer wird Direktor |
| September 1986 Eröffnung des Fremdsprachenkabinetts auf der Reichenbachstraße 12 |
| April
1987 Eröffnung des Computerkabinetts Weintraubenstraße 3 |
| 24.
Mai 1988 Gründung des "Gesellschaftlichen Beirats Volkshochschule" |
| November 1988 Eröffnung des "Weiterbildungszentrums Robotron-Volkshochschule " auf der Glashütter Straße 10 |
| 30. September 1989 Die Stadt Dresden verleiht der Volkshochschule den Namen "Prof. Victor Klemperer" |
| 11.
November
1989
Direktor Heinz Fleischer wird von den Mitarbeitern der Volkshochschule abgesetzt; als neuer Leiter wird im Dez. 1989 Anton Neuschl bestätigt |
| 31. Mai 1990 Gründung des Sächsichen Volkshochschulverbandes auf Initiative von Anton Neuschl, der bis 1992 den Vorsitz inne hatte |
| 1.
Mai
1991
Die Volkhochschule übernimmt die "Schülerakademie"
und den "Klub Junger Mathematiker" aus dem früheren
Pionierpalast Schloss Albrechtsberg und entwickelt sie zur
"Jugend-Volkshochschule" weiter |
| 6. März 1992 Eröffnung des "vhs Bildungszentrums Dresden" |
| 1. August 1992 Nach § 22 des Sächsischen Schulgesetzes geht die Verantwortlichkeit für die schulischen Abschlüsse an das Schulamt Dresden über; Abendmittelschule und -gymnasium gründen sich als städtische Einrichtungen außerhalb der Volkshochschule |
| 9.
Dezember
1992
Gründung des Vereins "Volkshochschule Dresden" unter
städtischen Vorsitz |
| 1. April 1993 Umzug der Volkshochschule auf den Schilfweg 3 |
| Februar 1996 Eröffnung der Außenstelle Gorbitz |
| 1. Dezember 2004 Dr. Nadja Naumann wird zur Direktorin und Geschäftsführerin des Volkshochschulvereins berufen, nachdem Anton Neuschl am 31. Mai 2004 aus dem Amt ausscheidet |
| 27. Mai 2005 Einweihung der "barrierefreien" Volkshochschule für behindertengerechte Zugänge zu Haus und Räumen |
| November
2005 Das Qualitätsmanagementsystem QES plus der Volkshochschule Dresden wird durch den TÜV Thüringen zertifiziert. |
| September
2006 Anlässlich des 800-jährigen Stadtjubiläums Dresdens erscheint die "Chronik der Volkshochschule Dresden" |
| November
2006 Die Volkshochschule Dresden wird mit zwei Innovationspreisen Weiterbildung des Freistaates Sachsen ausgezeichnet. Einen 2. Preis nahm die "junge vhs" für das Projekt "Musiktheater – Ein Fall für jungen Leute." in Kooperation mit der Semperoper entgegen. Ein 3. Preis wurde der VHS Dresden als Partner im Netzwerk QES plus für das Qualitätsentwicklungssystem verliehen. |
| Juli
2007 Die "junge vhs" feiert mit einem Sommerfest ihr 15-jähriges Bestehen |
| 2008 An der Volkshochschule Dresden findet unter dem Titel "Auf den Spuren Canalettos – Stadtansichten mit der Camera obscura" ein umfassendes Weiterbildungsprojekt statt. |
| 2009 Am 13. März wird das 90-jährige Bestehen der Volkshochschule mit einer Festveranstaltung im Dresdner Rathaus gewürdigt. |
|
|