Blick zurück nach vorn – Fachtagung zur Zukunft der Volkshochschulen

29.11.2019 10:32

Während einer zweitägigen Fachtagung „Blick zurück nach vorn“ am 28. und 29. November in der Volkshochschule Dresden diskutierten rund 90 Experten und Fachleute der Erwachsenenbildung aus dem gesamten Bundesgebiet sowie Österreich über die Ideengeschichte und Zukunft der Volkshochschule.

Neben Impulsvorträgen zu den Vorläufern der Volkshochschule als Institution und der Volkshochschule zwischen Anspruch und Wirklichkeit wurden während der Fachtagung auch die Rolle der Volkshochschulen in autoritären Systemen beleuchtet. Bei den Ausführungen zur Ideengeschichte des lebenslangen Lernens wurden mit Comenius und Mendelssohn zwei Vordenker vorgestellt, deren Grundannahmen und Ziele mit „Bildung für alle zu allem(Omnes omnia omnino) durchaus noch Gültigkeit haben.

Mit Blick auf die zukünftigen Aufgaben der Volkshochschulen mit den Herausforderungen im gesellschaftlichen Wandel meinte Prof. Dr. Bernd Käpplinger von der Universität Gießen: „Wenn es die Volkshochschule nicht geben würde, müsste man sie erfinden.“ Sie sind flächendeckend vor Ort und bieten niederschwellig Weiterbildung für alle an. Sie sind der „Allrounder“ unter den Weiterbildungseinrichtungen und können stets zu aktuellen Themen (sei es Fachkräftemangel, Klimawandel oder Digitalisierung) Fortbildungen anbieten sowie als neutraler Ort den öffentlichen Diskurs fördern.

"Eine Demokratie funktioniert nur mit einer gebildeten Bürgergesellschaft. Von daher kann der Leitspruch Immanuel Kants aus der Zeit der Aufklärung ,Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!' heute noch und wieder Leitspruch für die Volkshochschularbeit sein", fasst der Direktor der Volkshochschule Dresden, Jürgen Küfner, zusammen.


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