Bildung muss gerade jetzt wichtig bleibenVolkshochschule Dresden präsentiert das Frühjahrs-/Sommerprogramm

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Pressemitteilung vom 07.01.2021




Noch ist die Corona-Krise nicht ganz überstanden, aber die Volkshochschule Dresden (VHS) möchte gerade jetzt den Dresdnerinnen und Dresdnern Perspektiven in Sachen Bildung bieten. Diese Woche wäre normalerweise das neue Programm frisch aus der Druckerei gekommen – in diesem Jahr ist das allerdings erstmals anders. Nachdem der Katalog des vergangenen Semesters spätestens im November zu Makulatur wurde – dennoch wurden 60 Prozent der geplanten Kurse in 2020 auch durchgeführt – wird die Ausgabe für das Frühjahrs-/Sommersemester, welches Ende Februar mit dem Schwerpunktthema „25 Jahre Volkshochschule in Gorbitz“ starten soll, erstmals in der Geschichte der VHS Dresden nur online erscheinen.

Trotz der Wirren um die Programmplanung hinsichtlich Corona stehen 1.858 Kurse aus den Bereichen Sprachen, Gesundheit, Technik und Kultur interessierten Bürgern zur Verfügung. „Auch wenn wir 13 Prozent weniger Kurse als im Vergleichszeitraum des Vorjahres anbieten, sind wir dennoch froh, ein komplettes Programm vorlegen zu können“, so Jürgen Küfner, Direktor der Volkshochschule Dresden. „Gerade in der Krisenzeit benötigen wir in unserer Gesellschaft mehr denn je geschützte Orte, an denen sich Bürgerinnen und Bürger fundiert informieren und über die Fragen der Zeit offen, kontrovers und dennoch respektvoll miteinander streiten beziehungsweise sich verständigen können. Diese wichtige gesellschaftliche Funktion wollen wir als eine Einrichtung, die ihre Wurzeln in der geistigen Tradition der Aufklärung sieht, so gut wie möglich bereits gegenwärtig, vor allem aber auch nach der Krise weiter ausfüllen“, so Küfner weiter. Je mehr sich Fake-News und Verschwörungstheorien in der Gesellschaft ausbreiten, desto notwendiger werden Institutionen wie die Volkshochschule.

Momentan wird versucht, verstärkt Online-Kurse anzubieten. Aus Datenschutzgründen werden teilweise Kurse in der VHS aufgezeichnet, geschnitten und anschließend über die sichere VHS-Cloud den angemeldeten Teilnehmern übermittelt. „Die Kursteilnehmer können sich dann die Kurse innerhalb einer Woche so oft ansehen, wie sie wollen. Es war zwar geplant, alles live zu machen, aber bei der Planung der Kinderballett-Kurse für die 4- bis 8-Jährigen wurde uns klar, dass alle Eltern ihre Unterschrift hätten geben müssen. Der Aufwand und die Kontrolle dessen wäre zu immens, da Konzeption, Aufzeichnung und Onlinestellen der Kurse viel Zeit kostet“, verrät die stellvertretende Direktorin der Volkshochschule, Anja Jäpel-Nestler. Ein Beispiel für das überwiegende Online-Angebot ist der Kurs „Gute Apps für Kinder“, bei dem sich die Teilnehmer unter anderem mittels Chat live beteiligen können.

Neu wird im Semester der „Letzte-Hilfe-Kurs“ angeboten. Der Kurs vermittelt Basiswissen und Orientierungen sowie einfache Handgriffe für das Umsorgen von schwerkranken und sterbenden Menschen am Lebensende.

„Natürlich sind wir auch als Volkshochschule Dresden gefordert, ordentlich zu wirtschaften und zu sparen, wo wir können – schließlich muss Bildung gerade jetzt wichtig bleiben. Dies immer mit Blick auf die aktuelle Situation und der Verpflichtung gegenüber allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt und in der Hoffnung, dass wir als VHS nie diese ‚Letzte Hilfe‘ für uns selbst benötigen werden“, so Küfner abschließend.

Anmeldungen sind aktuell jederzeit online über die VHS-Dresden-Webseite oder telefonisch Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 13 Uhr unter 0351 254400 möglich.


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