„Mut“ als Semesterthema der Volkshochschule Dresdenvhs präsentiert Frühjahrs-/Sommerprogramm und neue Ukraine-Reihe

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Pressemitteilung vom 08.03.2022




Die Corona-Krise scheint fürs erste überstanden, zumindest aber so weit, dass wieder ein gedruckter Katalog für die Angebote des Frühjahrs- und Sommersemesters für alle Dresdner und Dresdnerinnen vorliegt. Passend zum aktuellen Geschehen steht das neue Semester unter dem Titel „Mut“ – allerdings war bei der Festlegung des Titels das Geschehen in der Ukraine noch nicht aktuell.

„Mut steht für uns vor allem im Zusammenhang mit dem Neustart nach Corona“, verrät Jürgen Küfner, Direktor der Volkshochschule Dresden. „Die Pandemie hat uns geprägt und gleichzeitig von uns gefordert, Dinge auszuprobieren, die wir bisher so nicht kannten. Jetzt wollen wir zurück in den Normalzustand. Dazu brauchen wir Mut, wieder Neues zu wagen, oder auch Mut, altbekanntes neu zu erleben.“ Aber auch die Dresdner brauchen Mut, nach einem – gefühlt – überlangen Winter und der Pandemie von fast zwei Jahren ihre teilweise angenommene Lethargie abzulegen und wieder den Weg zur Kursteilnahme zu finden.

Wichtige Punkte im neuen Semester sind unter anderem Veranstaltungsformate wie „Grundfragen der Zeit“, beginnend am 11. Mai mit Sarah Wiener zum Thema „Umdenken – wie sieht der Speiseplan der Welt von morgen aus“. „Die VHS ist nie unpolitisch, aber auch niemals parteipolitisch“, so Küfner weiter. „Mit unseren Veranstaltungen wollen wir Raum für einen offenen bürgerschaftlichen Dialog schaffen und dabei zu einer Verbesserung der Gesprächskultur beitragen.“

Dr. Kristina Friedrichs, Programmbereichsleiterin Kunst und Kreativität der VHS Dresden, weiß, dass auch im künstlerischen Bereich viel Mut dazugehört, Neues zu wagen. „Wer unbedingt Gitarre spielen möchte, braucht Mut, sich anzumelden, damit er Neues wagen und vielleicht später selbst Konzerte geben kann“, so Dr. Friedrichs. Ihr persönlicher Tipp ist die Teilnahme an der gemeinsamen Reihe mit den Volkshochschulen Pirna und Radebeul „Malen im Weinberg“.

Ganz wichtig ist der Volkshochschule Dresden auch das Thema Ukraine. „Wir sind gerade dabei eine neue Reihe unter dem Arbeitstitel ‚Ukraine verstehen‘ zu planen. Eine erste Veranstaltung wird am 22. März stattfinden: ein Vortrag des Dresdner Kunsthistorikers Dr. Frank Schmidt zu den Kirchen in der Ukraine. Der Eintritt ist frei, aber vor Ort werden wir eine Spendenbüchse aufstellen und den darin gesammelten Betrag einer Hilfsaktion zur Verfügung stellen“, so Küfner weiter. Wichtig ist der VHS auch, dass sich Russen und Ukrainer in Dresden nicht die Köpfe einschlagen, zumal oft familiäre Beziehungen in beide Länder bestehen. „Es sind nicht die Russen, die die Ukraine angegriffen haben, sondern der russische Staat. Bei aller Solidarität mit der Ukraine und ihren Bürgerinnen und Bürgern müssen wir alles tun, dass sich die Menschen mit Respekt begegnen und niemand in unserer Gesellschaft diskriminiert wird“, sagt Küfner. Ein virtuelles schwarzes Brett auf der Homepage der Volkshochschule soll Hilfe leisten, indem dort Angebote und Wünsche hinterlassen werden können.

Die Volkshochschule Dresden ist als größte VHS der neuen Bundesländer mit bis zu 100.000 Unterrichtsstunden jährlich hinsichtlich ihres Volumens mit vier dreizügigen Gymnasien vergleichbar. „Unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer und auch unsere fast 1.000 Referentinnen und Referenten brauchen die persönliche Begegnung, das wurde uns immer wieder suggeriert. Daher tun wir alles dafür, den Unterricht im Rahmen von Präsenzkursen durchführen zu können und bleiben dabei mutig optimistisch“, so Küfner abschließend.


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