Volkshochschule Dresden bleibt PräsenzprimatAktuelle Situation erfordert dennoch eine Online-Ausweitung

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Pressemitteilung vom 25.02.2021




Noch ist die Corona-Krise nicht ganz überstanden, aber die Volkshochschule Dresden (VHS) e.V. möchte den Dresdnerinnen und Dresdnern Perspektiven in Sachen Bildung bieten. Momentan versucht man, dem Bildungsauftrag online gerecht zu werden. Waren es im letzten Jahr insgesamt 93 Online-Kurse, so sind es in den ersten zwei Monaten bereits 62 Kurse, die angeboten werden. Und die Zahl steigt weiter. „2.000 Kurse bieten wir normalerweise in einem Semester an, also pro Jahr rund 4.000 Kurse mit 40.000 Einschreibungen“, informiert VHS-Direktor Jürgen Küfner. „Wir tun schon alles Mögliche, um noch mehr Dresdner online zu unterrichten, aber es reicht nicht, einfach mal ein Online-Meeting anzubieten.“

Diese Aussage bestätigt auch Dr. Kristina Friedrichs, Fachbereichsleiterin Kunst und künstlerisches Gestalten der Volkshochschule Dresden, voll und ganz: „Für den Unterricht in Präsenzkursen gibt es normale Vorbereitungsphasen unserer Lehrkräfte. In den Räumen unserer Volkshochschule kann die Lehrkraft dann aber dennoch auf plötzlich auftretende Fragen oder Probleme reagieren. Online ist so etwas nicht möglich. Deshalb müssen Online-Kurse wesentlich intensiver vorbereitet werden.“ Für den am 1. März startenden Gitarren-Kurs mit dem Musikpädagogen Stephan Pankow wurde eine Woche lang gefilmt, Text- und Notenmaterial erstellt und dann so in die Lernplattform vhs.cloud eingebaut, dass man den siebenteiligen Kurs von zuhause ohne Probleme meistern kann. „Der Zugang wird für angemeldete Teilnehmer für vier Monate freigeschaltet. Dadurch kann man teilnehmen, wann man möchte. Für Rückfragen haben wir extra ein Modul eingebaut, damit die Schüler Herrn Pankow kontaktieren können“, so Dr. Friedrichs weiter.

Geplant ist für die Zukunft, den Präsenzunterricht zu ergänzen. Zum einen mit zusätzlichen Online-Anteilen, zum anderen mit Hybridkursen, an denen man entweder in Präsenz oder online teilnehmen kann, da sie gestreamt werden. Zusätzlich wird es auch Kurse geben, bei denen die Teilnahme nur online möglich sein wird.

In Ermangelung einer genauen Planungsperspektive hat sich die Volkshochschule Dresden entschlossen, für das aktuelle Semester keinen gedruckten Katalog herauszugeben. Dies erstmals in ihrer hundertjährigen Geschichte – dafür gibt es jetzt das VHS-Magazin EXKURS, das einen kleinen Einblick hinter die Kulissen ermöglicht und gleichzeitig auf ausgewählte Kurse hinweist. Das Heft liegt kostenlos an vielen Stellen in der Stadt aus, so auch direkt in einem Ständer vor dem Volkshochschulgebäude auf der Dresdner Annenstraße. Außerdem kann man sich das Heft jederzeit unter www.vhs-dresden.de anschauen.

„Die Volkshochschule Dresden bleibt beim Präsenzprimat, sie lebt von Begegnungen der Dresdner Bürger bei Kursen oder Gesprächsrunden in unserem Haus. Corona zwang uns jetzt zur Transformation. Somit werden wir die Online-Angebote sukzessive erweitern und arbeiten dazu an einer Konzeption. Grundsätzlich freuen wir uns aber auf die Zeit nach Ostern, wenn wir hoffentlich wieder Dresdnerinnen und Dresdner bei uns begrüßen dürfen“, so Küfner abschließend.


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